Projekte und Tagungen

Projekt zu Fragen der Kronzeugenregelung und des Schutzes gefährdeter Zeugen

Im Auftrag des dem niederländischen Justizministerium angegliederten Wetenschappelijk Onderzoek- en Documentatiecentrum (WODC) führt das Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Leiden eine rechtsvergleichende Untersuchung zu Fragen der Kronzeugenregelung und des Schutzes gefährdeter Zeugen durch.

Als Kooperationspartner des Institutes ist Prof. Lindemann mit der Erstellung des deutschen Landesberichtes betraut. Im Rahmen des Projektes werden qualitative Interviews mit Akteuren aus Justiz, Polizei und Wissenschaft zum theoretischen Fundament und zur Anwendungspraxis der einschlägigen rechtlichen Regelungen durchgeführt. Die Ergebnisse sollen 2017 in einer englischsprachigen Publikation veröffentlicht werden.

Informationen zum Projekt (in niederländischer Sprache) finden Sie hier.


Viktimisierung, Recht und Opferschutz

Menschen mit psychischer Behinderung als Opfer von Gewalt – Multiperspektivische Analysen zu Viktimisierung und deren polizeilicher sowie justizieller Verarbeitung und Entwicklung konkreter Präventionsansätze

Menschen mit einer psychischen Behinderung weisen ein gegenüber der Allgemeinbevölkerung erhöhtes Risiko auf, Opfer von Gewalt zu werden. Kommt es in diesen Fällen zu einer Strafanzeige, so bestehen in der anschließenden Interaktion zwischen den Betroffenen und Vertretern von Polizei und Justiz ebenfalls Konfliktpotentiale. Deren Aufbrechen kann wiederum zu einer Vertiefung der traumatischen Folgen der Gewalterfahrung für die Betroffenen führen (sog. sekundäre Viktimisierung). 

In dem Projekt „Viktimisierung, Recht und Opferschutz“ sollen daher die Erfahrungen sowohl der Betroffenen als auch der Institutionenvertreter mit Verfahren, die den Vorwurf einer entsprechenden Gewaltstraftat zum Gegenstand haben, untersucht werden. Durch die Zusammenführung der Perspektiven von Verletzten und staatlichen Entscheidungsträgern soll auch ermittelt werden, ob die Erfüllung des in der UN-Behindertenrechtskonvention normierten Anspruchs auf gleichberechtigten und wirksamen Zugang zur Justiz gewährleistet ist. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Beitrag gerichtet, den die Einführung eines Anspruches auf Beiordnung eines psychosozialen Prozessbegleiters (§ 406g Abs. 3 StPO) zum 1.1.2017 zur Vermeidung sekundärer Viktimisierungen von Gewaltopfern mit einer psychischen Behinderung zu leisten vermag. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen die Grundlage für die Erarbeitung konkreter Präventionsansätze bilden, die zur Vermeidung einer erneuten Opferwerdung von Menschen mit einer psychischen Behinderung beitragen können.

Das Projekt wird durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert und als Kooperationsprojekt der Forschungsabteilung des Evangelischen Klinikums Bethel gGmbH und der Universität Bielefeld von 2018 bis 2021 durchgeführt.


Abgeschlossene Projekte und Tagungen

Eine Übersicht bereits abgeschlossener Projekte und Tagungen finden Sie hier.

 
© 2017 Fakultät für Rechtswissenschaft » geändert 15.12.2017 von Michael Lindemann

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Aktuelle Publikationen:


Lindemann/Hehr, Die "Business Judgment Rule" (§ 93 Abs. 1 S. 2 AktG) - Vorbild für die zivil- und strafrechtliche Arzthaftung?, Corporate Compliance Zeitschrift (CCZ) 2018, 2-8
Lindemann, Anmerkung zu LG Berlin v. 7.6.2017 - 594 StVK 137/17 Vollz, R&P 2017, 260
Feest/Lesting/Lindemann (Hrsg.), Strafvollzugsgesetze (AK-StVollzG),
7. Auflage, Carl Heymanns Verlag 2017
Lindemann, Kommentierung der §§ 70-70b, 73-76a, 145c StGB; in: Leitner/Rosenau (Hrsg.), NK Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, Nomos Verlag 2017
Lindemann/Mevis, Recent developments in the legislation and case-law on euthanasia and assisted suicide – A comparative analysis of the situation in Germany and the Netherlands, in: Hruschka/Joerden (Hrsg.), Jahrbuch für Recht und Ethik 2016, S. 357-387
Lindemann, Untreue im Gesundheitswesen, in: Kubiciel/Hoven (Hrsg.), Korruption im Gesundheitswesen, Nomos Verlag 2016, S.129-144

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