Opfer und anwaltlicher Beistand im Strafverfahren

Die Rechte von Kriminalitätsopfern sind in den letzten Jahren erheblich gestärkt worden. Das gilt insbesondere für das Strafverfahren. Hier ist der Verletzte durch gesetzgeberische Aktivitäten zu einer dem Beschuldigten nahezu gleichrangigen Zentralfigur des Prozesses aufgestiegen. Eine besondere Rolle spielt dabei das Rechtsinstitut der Nebenklage. Die Mitwirkung als Nebenkläger verleiht dem Opfer erhebliche Rechte; das vielleicht wichtigste Recht besteht dabei darin, sich eines anwaltlichen Beistands bedienen zu können.

Aufgrund einer Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft erfolgte durch das Institut für Rechtstatsachenforschung und Rechtspolitik von 2006 bis 2009 eine erfahrungswissenschaftliche Studie zur „Rechtspraxis und Methodik der Nebenklagevertretung im Strafverfahren (Empirische Analysen eines neuartigen Bereichs der rechtsberatenden Praxis)“. Die Ergebnisse der Studie sind 2010 publiziert worden:

  • Barton/Flotho, Opferanwälte im Strafverfahren, Schriftenreihe Deutsche Strafverteidiger e.V., Band 34, 2010, Nomos Verlag, Baden-Baden

Die rechtstatsächlichen und rechtspolitischen Untersuchungen zum Opfer im Strafverfahren sind damit nicht abgeschlossen. Sie werden auch zukünftig das Institut für Rechtstatsachenforschung und Rechtspolitik beschäftigen. Für den September 2011 ist eine Tagung im Zentrum für interdisziplinäre Forschung zu den Ambivalenzen des Opferschutzes im Strafrecht geplant (www.verfahrenstage.de).

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