Hintergrund

Zusammenfassung

Nach den gesetzlichen Vorgaben bildet die Hauptverhandlung das Kernstück des Strafverfahrens, in welcher über die Schuld oder Unschuld des Angeklagten entschieden wird. In der Rechtswirklichkeit geht die Bedeutung des Ermittlungsverfahrens weit über eine nur vorbereitende Funktion hinaus. Hier erfolgen die entscheidenden Weichenstellungen, ob und wie ein Beschuldigter sanktioniert wird. Die gesetzlichen Vorgaben für die Ausgestaltung des Ermittlungsverfahrens haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich geändert. Diese Änderungen erfolgten dabei nicht koordiniert, sondern vielfach wildwüchsig, indem sowohl auf rechtliche Prozesse (Europa und die Verfassung) als auch faktische Impulsgeber (Interessengruppen und die Praxis selbst) weitgehend unkoordiniert reagiert wurde. In der beantragten ZiF-AG soll eine Bestandsaufnahme der zerfahrenen Entwicklungen und deren Effekte erfolgen. Darüber hinaus soll ein rechtspolitischer Beitrag zu einer gezielten Weiterentwicklung des Ermittlungsverfahrens erarbeitet werden. Die Auseinandersetzung soll breit angelegt sein. Sie soll Referenten aus der Justiz, Anwaltschaft, Polizeipraxis und Politik sowie aus unterschiedlichen Fachdisziplinen (Strafrechtswissenschaft, Rechtssoziologie, Kriminologie, Politikwissenschaften, Kommunikationstheorie und Neurophilosophie) zusammenführen.

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