Honorarprofessur Dr. Anja Schlewing

 

Am 3. Juli verlieh die Universität Bielefeld Frau Richterin am Bundesarbeitsgericht Dr. Anja Schlewing die Honorarprofessur an der Fakultät für Rechtswissenschaft. Ihre Karriere begann als Verwaltungsrichterin in Minden und Münster. Der weitere Weg führte sie zum Arbeitsgericht Dortmund und über das Landesarbeitsgericht Hamm schließlich an das Bundesarbeitsgericht in Erfurt, wo sie seit 2007 tätig ist.

Zunächst begrüßte Dekan Professor Dr. Ingo Reichard die große Zahl der Anwesenden zur Verleihung der Honorarprofessur und der damit einhergehenden Gewinnung von Frau Dr. Schlewing als erster weiblicher Honorarprofessorin der Fakultät. Er zog dabei Parallelen zur Antrittsvorlesung Friedrich Schillers vor 225 Jahren, der in Jena zunächst unbesoldeter außerordentlicher Professor und später ebenfalls ordentlicher Honorarprofessor wurde, ging jedoch auch auf den erfreulichen Fortschritt ein, dass in der heutigen Zeit Hochschullehrerinnen selbstverständlich seien.

Anschließend erfolgte die Übergabe der Urkunde durch Prorektor Professor Dr. Johannes Hellermann. Die Laudatio hielt Frau Professorin Dr. Sudabeh Kamanabrou. Frau Professorin Dr. Schlewing dankte der Universität Bielefeld, Familie, Freunden und Kollegen und hielt sodann ihre Antrittsvorlesung zu dem Thema „Diskriminierungsschutz in der betrieblichen Altersversorgung“.

Den Abschluss bildete eine Feierlichkeit im Restaurant „Westend“ der Universität, in deren Rahmen zunächst der Dekan zu einem Sektempfang und zum Ausklang des Abends die neu ernannte Honorarprofessorin zu einem Buffet einlud. Dabei ergab sich Gelegenheit für viele Gespräche zwischen den Gästen, unter denen sich außer zahlreichen Repräsentanten des Arbeitsrechts auch Studenten von Frau Professorin Dr. Schlewing befanden.

 

Bilder der Verleihung der Honorarprofessur an Frau Dr. Anja Schlewing mit anschließendem Festakt

 

Honorarprofessur Dr. Heinrich Gussen

Am 9. November 2012 hat die Universität Bielefeld eine Honorarprofessur an Dr. Heinrich Gussen an der Fakultät für Rechtswissenschaft verliehen. Die Laudatio anlässlich des Festaktes hiellt der Bielefelder Rechtswissenschaftler Professor Dr. Oliver Ricken. Nach der Übergabe der Urkunde hielt Gussen seine Antrittsvorlesung mit dem Titel "Der Leiharbeitnehmer, nicht gewollt, dennoch benötigt - eine individual- und kollektivrechtliche Bestandsaufnahme". Gussen ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in Rheda-Wiedenbrück und Lehrbeauftragter an der Universität Bielefeld.

 

 
 

Rechtsanwalt Dr. Heinrich Gussen, 1958 in Düren geboren, studierte Rechtswissenschaft in Bonn und Köln.

Er war Mitarbeiter am Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht von Prof. Dr. M. Oldiges an der Universität Bielefeld und promovierte während des Referendardienstes im Arbeitsrecht bei Prof. Dr. P. Schwerdtner. Gussen ist seit 1994 Fachanwalt für Arbeitsrecht in Rheda-Wiedenbrück und bundesweit als Arbeitsrechtler tätig.

Er ist der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld seit 2002 als Referent des Bielefelder Kompaktkurses „Anwalts- und Notartätigkeit“ verbunden. Das Ziel des Kurses ist die praxisorientierte Vorbereitung der Studierenden auf eine spätere Tätigkeit in der Anwaltschaft oder dem Notariat. Dieser vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten auf den zentralen Gebieten anwaltlicher Arbeit, nämlich der gerichtlichen und außergerichtlichen Interessenwahrnehmung, der Streitbeilegung und der Rechtsgestaltung.

Gussen ist seit 2005 Lehrbeauftragter an der Fakultät für Rechtswissenschaft und seit 2006 Mitglied des Justizprüfungsamtes beim OLG Hamm.

 

Bilder des Festaktes sowie des Empfangs mit Auftritt der JURA-Band

 

Honorarprofessur Dr. Ralf Neuhaus

Die Fakultät für Rechtswissenschaft hat am 10. Dezember 2010 die Honorarprofessur an Dr. Ralf Neuhaus verliehen. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Stephan Barton. Nach der Urkundenübergabe hielt Prof. Dr. Ralf Neuhaus seine Antrittsvorlesung zum Thema "Der Profiler - Fernsehmythos oder brauchbares Beweismittel im Strafprozess".

(v.l.n.r.: Dekan Prof. Dr. Michael Kotulla, M.A., Honorarprofessor Dr. Ralf Neuhaus, Prorektor Prof. Dr. Johannes Hellermann, Laudator Prof. Dr. Stephan Barton)
 

Dr. Ralf Neuhaus ist in allen Bereichen des Strafrechts tätig. Schwerpunkte bilden: Arztstrafrecht, Korruptionsstrafrecht, Kriminaltechnik einschließlich DNA-Analyse, Tötungsdelikte, Steuerstrafrecht, Revision im Strafprozess. Er arbeitet in einer Dortmunder Rechtsanwaltskanzlei. Seit 2006 ist er Mitglied des ersten Senates des Anwaltsgerichtshofs des Landes Nordrhein-Westfalen bei dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm.
Er gehört dem Justizprüfungsamt des OLG Hamm an und prüft im ersten Staatsexamen die Fächer Strafrecht, Strafprozessrecht, Jugendstrafrecht und Kriminologie. Seit mehr als zehn Jahren ist er zudem Dozent im Fachanwaltslehrgang Strafrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) (Untersuchungshaft, Durchsuchung, Beschlagnahme und Telefonüberwachung), der Deutschen Anwaltakademie (Kriminaltechnik, beispielsweise Faserspuren/Schussspuren, DNA) sowie der Justizakademie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Dr. Ralf Neuhaus ist seit mehreren Jahren Lehrbeauftragter an der Universität Bielefeld. Der gefragte Strafverteidiger bereichert die Lehre der Fakultät für Rechtswissenschaft durch praxisnahe Lehrveranstaltungen, nicht nur im Kompaktkurs Anwalts- und Notartätigkeit und im Schwerpunktbereich „Strafverfahren und Strafverteidigung“, sondern auch im Studiengang LL.M. (Master of Laws). Zudem engagiert er sich auch regelmäßig bei Prüfungen.

 

Bildergalerie:

Honorarprofessur Dr. Rainer Heß, LL.M.

Am 27. Oktober 2011 hat die Universität Bielefeld eine Honorarprofessur an Dr. Rainer Heß, LL.M. (Master of Law), an der Fakultät für Rechtswissenschaft verliehen. Die Laudatio anlässlich des Festaktes hielt der Bielefelder Rechtswissenschaftler Professor Dr. Fritz Jost. Nach der Übergabe der Urkunde durch Prorektor Professor Dr. Johannes Hellermann hielt Heß seine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Die Wechselwirkung zwischen Schadenspositionen - eine ʹganzheitlicheʹ Betrachtung“. Heß ist Fachanwalt für Versicherungsrecht und Verkehrsrecht in Bochum und Lehrbeauftragter an der Universität Bielefeld.

 

Rechtsanwalt Dr. Rainer Heß, 1953 in Unna geboren, studierte Rechtswissenschaft in Bochum, Würzburg und Münster. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung war er als Assistent am Institut für Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster tätig, wo er 1984 promovierte und auch den Titel Master of Insurance Law erwarb.

Heß ist Fachanwalt für Versicherungs- und Verkehrsrecht und gehört als Seniorpartner der Anwaltssozietät Dr. Eick und Partner am Standort in Bochum an, welche Büros in acht weiteren Städten unterhält. In der Sozietät ist er auf dem Gebiet des Haftpflichtrechts in leitender Stellung tätig. Darüber hinaus betreibt er Anwaltsfortbildung. In der wissenschaftlichen Diskussion ist er durch eine große Zahl von Veröffentlichungen hervorgetreten, von Urteilsanmerkungen über Aufsätze und Monographien bis hin zu Kommentaren.

Heß ist der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld seit Mitte der 1990er Jahre als Referent des Bielefelder Kompaktkurses „Anwalts- und Notartätigkeit“ verbunden. Das Ziel des Kurses ist die praxisorientierte Vorbereitung der Studierenden auf eine spätere Tätigkeit in der Anwaltschaft oder dem Notariat. Er vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten auf den zentralen Gebieten anwaltlicher Arbeit, nämlich der gerichtlichen und außergerichtlichen Interessenwahrnehmung, der Streitbeilegung und der Rechtsgestaltung.

Seit dem Sommersemester 2006 hält Heß außerdem im Schwerpunktbereichsstudium (Private Rechtsgestaltung und Prozessführung) die Veranstaltung „Schadensrecht und Schadensregulierung einschließlich der prozessrechtlichen Bezüge“ ab. Hierzu besucht er gemeinsam mit den Studierenden auch Gerichtsverhandlungen am Oberlandesgericht Hamm.

Honorarprofessur Dr. Heribert Prantl

Die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld hat am 20. Januar 2010 Dr. Heribert Prantl, einem der bekanntesten deutschen Journalisten und Leiter des Ressorts Innenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung, die Honorarprofessur verliehen. Die Überreichung der Urkunde an Dr. Heribert Prantl erfolgte durch den Rektor der Universität Bielefeld, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer. Prof. Dr. Andreas Fisahn würdigte in seiner Laudatio den neuen Honorarprofessor mit einem Zitat von Wilhelm Busch: „’Sondern auch der Weisheit Lehren, muss man mit Vergnügen hören.’ Bei Heribert Prantl gelingt die Kombination von Weisheit und Vergnügen.“ Auch Dekanin Prof.'in Dr. Regina Harzer würdigte den neuen Honorarprofessor begeistert: "Wenn er spricht, ist man 'geprantlt'."

(v.l.n.r.: Laudator Prof. Dr. Andreas Fisahn, Dekanin Prof.'in Dr. Regina Harzer, Honorarprofessor Dr. Heribert Prantl, Rektor Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer)


Das Thema der Antrittsvorlesung von Professor Dr. Heribert Prantl lautete: „Das tägliche Brot der Demokratie -  Überlegungen zur Presse, Pressefreiheit und zum Journalismus. Was Wissenschaft, Publizistik und Politik miteinander zu tun haben“. In seinem Vortrag trat Prantl für die Wiederannäherung von Wissenschaft und Publizistik ein: „Wissenschaft und Publizistik brauchen Wandel – Wandel durch Annäherung: Politik braucht Sachverstand, Wissenschaft braucht Verständlichkeit und die Öffentlichkeit braucht Aufklärung.“ Mit einem Verweis auf die rechtliche und politischen Grundordnung in Deutschland stellte Prantl eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis her: „Wissenschaft und Presse dienen der Aufklärung. Darum sind beide Grundrechte und darum sind beide in Artikel 5 des Grundgesetzes geregelt.“

Heribert Prantl ist mit den Schnittstellen von Wissenschaft und Praxis vertraut, was in seinen journalistischen Analysen deutlich wird. Der rote Faden in seinem Schaffen ist dabei stets das konsequente und engagierte Eintreten für Freiheitsrechte des Bürgers und die Forderung nach rechtsstaatlicher Prinzipientreue des Staates.

Seine Werke zeichnen sich vor allem durch ihre Interdisziplinarität aus und werden durch Beiträge zum Diskurs rechtsstaatlicher Themenbereiche dokumentiert. So behandelt Heribert Prantl Themen wie Rechts- und Sozialstaat, Straf- und Verfassungsrecht sowie aktuelle rechtspolitische Probleme.

Heribert Prantl wurde 1953 geboren und studierte Philosophie, Geschichte und Rechtswissenschaft. Er promovierte mit seiner 1983 erschienenen Dissertation zum Thema „Die journalistische Information zwischen Ausschlussrecht und Gemeinfreiheit“. Von 1981 bis 1987 war Heribert Prantl Staatsanwalt und Richter, bevor er schließlich 1988 als Redakteur zur Süddeutschen Zeitung wechselte. 1992 wurde er leitender Redakteur, 1995 Leiter des Ressorts Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung. Er ist Träger zahlreicher namhafter journalistischer Auszeichnungen und häufiger Gast in Fernseh- und Radiodiskussionen. Ferner ist er u.a. Dozent an den Journalistenschulen in Hamburg und München, Mitglied des Ethikrates der Hamburger Akademie für Publizistik und im Senat der Deutschen Nationalstiftung.

Seit 2002 ist Heribert Prantl Lehrbeauftragter an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld, zuletzt als Leiter und Moderator der „Bielefelder Rechtsgespräche“.

 

Presseberichte:

 

Vortrag:

 

Fotoshow:

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